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30 Jahre VEDA

Eine hochwertige Unterwegsversorgung, sicheres Parken für Lkw-Fahrer und das Vorantreiben der Mobilitätswende – dafür setzt sich die Vereinigung Deutscher Autohöfe (VEDA) nunmehr seit drei Jahrzehnten engagiert ein.

„Eine zentrale Zielgruppe unserer Mitglieder waren von Beginn der Gründung an die Lkw-Fahrerinnen und Lkw-Fahrer“, betont Daniel Ruscheinsky, Vorstandsvorsitzender der VEDA. Gemeinsam mit Vertretern aus der Logistik- und Sicherheitsbranche hat der Verband deshalb bereits 2017 ein Konzept für Premium und Quality Parken entlang der Autobahn entwickelt, das auf Sicherheit durch Abschreckung und Aufklärung basiert.

Eine umfassende Videoüberwachung, klar definierte Zu- und Abfahrten, Dokumentation der Zu- und Abfahrtszeiten und viele weitere Merkmale zeichnen einen Premium-Parkplatz nach VEDA-Zertifikat aus. Der Fahrer selbst erhält besten Komfort: Neben dem gastronomischen Angebot, einem vielfältigen Shopsortiment und sanitären Anlagen steht an den meisten der Lkw-Parkplätze kostenfreies WLAN zur Verfügung.

Inzwischen sind circa 30 VEDA-Mitglieder nach diesem System zertifiziert. „In Spitzenzeiten parken nachts über 35.000 Lkw auf Autohöfen, was fast der Hälfte aller verkehrssicheren Lkw-Parkplätze in Deutschland entspricht. Durch das private Betreiben und die Bewirtschaftung der Autohöfe spart der Bund bereits heute Milliarden“, betont Ruscheinsky. Er wünsche sich allerdings noch mehr Unterstützung beim Bau von sicheren Lkw-Plätzen, idealerweise mit E-Ladesäulen, um der Parkplatznot der Transportbranche Abhilfe zu schaffen.

Stichwort E-Ladesäulen: Die VEDA-Mitglieder verstehen sich seit Verbandsgründung als Vorreiter bei der Mobilitätswende. „Ohne die Autohöfe gäbe es viel zu wenig Lademöglichkeiten für E-Autos entlang der Autobahnen. Autohöfe verfügen bereits heute über 3.400 öffentlich zugängliche Ladepunkte, davon fast 2.900 Schnellladepunkte mit mindestens 150 Kilowatt – Tendenz steigend“, erklärt Ruscheinsky. Auch für das Laden von schweren Nutzfahrzeugen werden Autohöfe künftig eine zentrale Rolle spielen. Wie wichtig Autohöfe beim Aufbau von Elektromobilität spielen, bestätigt auch ein aktueller Test des ADAC. Kriterien waren die Anzahl der Ladesäulen beziehungsweise -punkte, deren Ladeleistung, die generelle Funktionstüchtigkeit sowie Bezahlmöglichkeiten und Kostentransparenz. Autohöfe schnitten dabei insgesamt besser ab als Rastanlagen: Alle 13 „gut“-Bewertungen gingen an Autohöfe (die Bewertung „sehr gut“ gab es nicht).

Neben dem Ausbau der Ladeinfrastruktur richtet die VEDA ihren Blick auch auf die stetige Weiterentwicklung des Serviceangebots an den Autohöfen. Denn für Lkw-Fahrer ebenso wichtig wie für Reisende ist eine hochwertige und abwechslungsreiche Unterwegsversorgung, die sie zuverlässig 24/7 an den Autohöfen finden. „Der Autohof wird sich mehr und mehr zum Mobility Hub mit hoher Kundenfrequenz entwickeln, der durch seine attraktive Lage punktet. Bereits heute finden unsere Kunden ein umfangreiches Shopangebot und eine hochwertige Gastronomie, die um starke Markenpartner aus dem Bereich Fast Food und Kaffeebar ergänzt wird. Dieses Angebot wird in den kommenden Jahren noch weiter ausgebaut“, kündigt der VEDA-Chef an.

Dabei ist es ein zentrales Anliegen von Ruscheinsky, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die günstigeren Preise für Kraftstoff und Shopartikel der Autohöfe im Vergleich zu Rastanlagen zu schärfen, die zwei Untersuchungen der Automobilclubs ADAC und Mobil in Deutschland im Sommer 2025 bestätigten: Laut ADAC kostet eine 50-Liter-Tankfüllung Super E10 an einer Tankstelle neben der Autobahn im Schnitt fast 22 Euro weniger als an einer Raststätte, beim Diesel liegt die Ersparnis bei etwas mehr als 21 Euro.

In einem standardisierten Warenkorb mit typischen Produkten für die Reise wie Wasser, Pringles, Bifi oder Cappuccino lag der Durchschnittspreis laut Mobil in Deutschland an Raststätten bei 43,45 Euro (2023: 41,00 Euro), an Autohöfen dagegen nur bei 36,20 Euro (2023: 33,97 Euro). Die Analyse der Kraftstoffpreise ergab, dass 50 Liter Diesel bei der Tank- und Rastanlage 103,13 Euro (2023: 99,10 Euro) kosten, an den Autohöfen ist hingegen der Preis 2025 leicht auf 80,91 Euro gesunken (2023: 81,83 Euro). Damit sind nahegelegene Autohöfe und Raststätten im Schnitt bis zu 20 Prozent günstiger als Raststätten direkt an der Autobahn. „Wer nur einmal tankt und sich mit Reiseproviant eindeckt, zahlt an der Raststätte schnell über 30 Euro mehr – ein Unterschied, der für Familien, Pendler und Reisende deutlich ins Gewicht fällt. Abfahren lohnt sich also in jedem Fall“, ist Ruscheinsky überzeugt.

„Durch die Gründung der VEDA und den daraus resultierenden Verbandsaktivitäten ist der Begriff ‚Autohof‘ und dessen Bedeutung in den vergangenen 30 Jahren deutlich stärker in die Öffentlichkeit gerückt, als dies in den Jahren zuvor der Fall war“, sagt der Verbandschef und ergänzt: „Seit 30 Jahren gestalten wir die Mobilität von heute – und treiben die von morgen voran.“

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